Die Unsinnigkeiten des Lebens

 

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Kapitel 2

Kapitel 2: Die schlecht durchdachte idee des nachmittagsunterrichts

nun dennn...seit längeren beschäftige ich mich mit gewissen wirkungsweisen mancher konstrukte, die die lehrerschaft sich so ausdenkt. dazu möchte ich ihnen nu meinen bericht zum verhalten von schülern wie lehrkräften beim nachmittags unterrichts anhand eines beispiels da legen.
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ein beispiel für die wirkungsweisen des nachmittagsunterricht am beispiel eines englisch grundkurses

das klingeln in der mensa um 13.55uhr verursacht eine plötzliche regung bei der mittlerweile letargisch wirkenden schülerschaft. die motivation hat den generellen tiefpunkt noch weitere meter nach unten erreicht.

ein kleiner trupp von etwa 10 schülern macht sich auf den weg zu ihrem wöchentlichen zwang sich die sprache der welt, welche nun mal englisch ist, anzueignen.
den klassenraum bereten und schon sacken sie unförmig auf ihrne stühlen zusammen. schaut man dem großteil der betroffenen ins gesicht, so lässt deren ausdruck vermuten, dass man sich grade am drehort des neuen werbespots für amnesty international befindet.

einzig dem gesicht der motivierten lehrkraft, die sich jede woche aufs neue einredet, dass sie ihren schülern etwas beibringen kann, kann man ein leichtes lächeln abgewinnen.
doch bereits nach den ersten minuten und den damit verbundenen schüleräußerungen, in einem englisch, welches die bezeichnung "gebrochen" nicht verdient, erwacht auch der lehrkörper aus seiner illusion und fragt sich, was man wohl heute abend im fernsehn gucken könnte.

"liebesbekundungen" der englischen sprache folgen nach fast jeder schüleraussage, was die arbeitsmoral noch mehr in die tiefe reißt. daher ist das aufatmen, welches dem klingelzeichen wie ein erhörter hilfeschrei folgt, nicht weiter verwunderlich. doch was ist das?
völlig apatisch verharren die schüler vor ihren arbeitszetteln, da ihnen jegliche kraft genommen scheint. ein augenblick, der das ausmaß einer zum völlig falschen zeitpunkt angesetzten unterrichtseinheit zeigt.
als außenstehender ertappt man sich bei dem gedanken diese armen kreaturen an die hand nehmen zu wollen, um ihnen ein ausweg aus diesem elend zu zeigen.

ein weiteres klingelzeichen bewegt die lehrkraft die weitere arbeit anzukündigen, während sie insgeheim beschlossen hat, dass sie abends "harry and sally" zum fünfzentenmal auf englisch gucken wird, auch wenn ihr lebensgefährte seit einem dreiviertel jahr endlich mal wieder einen film auf deutsch sehen möchte.

das unterrichtsgeschehen verteilt sich mittlerweile auf drei leute, die der englischen sprache zumindest teilweise mächtig sind. die anderen versuchen sich mit einem deutsch-englisch gemisch aus der affäre zu ziehen, falls sie doch drankommen.
"oh ist das alles schrecklich. ich kann das doch alles nicht!"
aufgehört diese bemerkungen zu zählen, versucht die lehrerin ihren stoff zumindest einigermaßen durchzubringen, doch lässt auch ihre motivation nach, was auch an schülern liegt, die sich doch weitaus "besser" zu beschäftigen wissen, als mit ihren unterricht.
schließlich werden die hausaufgaben verkündet, während die schüler jedoch schon die sekunden bis zum klingeln zählen....und endlich! nach vermeintlichen 4 stunden, die jedoch grade mal 90 minuten lang waren, klingelt es zur befreiung. mühsam packt man seine sachen zusammen und kriecht beinahe aus dem klassenraum, mit der schrecklichen gewissheit, dass es nächste woche wieder von vorne losgeht....
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ich denke diese schrecklichen beobachtungen und erkentnisse sollten anregen, die stundekonzepierung zu bearbeiten...oder nicht??

in diesem sinne...ein feierabendliches prost!

1.12.06 16:09
 


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